, Moor Nicolas

Jahresbericht der Saison 19/20

Am Ende der Volleyballsaison 19/20 werden wohl alle nur noch von Covid-19 und den verheerenden Folgen reden. Doch was sonst noch alles in dieser Saison geschah und erlebt wurde, soll in den folgenden Zeilen festgehalten werden.

Die frische Saison wurde mit neuem Vorstand eingeläutet. Jan Wenger hat das Amt als Präsident übernommen und soll das Ruder mit seinem Team nach dem Rückzug des Herren 1 aus der NLA rumreissen. Vorweggenommen, der Vorstand leistete grossartige Arbeit. Doch nicht nur dieser. Viele weitere Ämter und Posten wurden auf den Schultern von vielen Mitgliedern, Eltern und Freiwilligen verteilt. Durch all diese helfenden Hände konnte der Verein unglaublich profitieren und ist deshalb wahnsinnig dankbar. So stiegen die Chancen, die angestrebten Ziele des Vereines zu erreichen, deutlich.

Der VBC Uni Bern umfasst rund 190 Mitglieder, wovon etwa 80, und somit ein Grossteil, Juniorinnen und Junioren sind. In den letzten Jahren begann der Aufbau der Juniorenabteilung der Knaben erfolgreich. Nun stiegen auf diese Saison auch die Mädchen mit dem Kids Volley und dem Minivolleyball ein.  

Der erste gemeinsame Event in der Saison 19/20 war das alljährliche Trainingsweekend in Frutigen. Dies war ein voller Erfolg. Fast 100 Spielerinnen und Spieler trainierten am 7. Und 8. September in Frutigen fleissig. Bei gemütlichem Beisammensein und Kartenspielen am Abend und intensiven Trainings während des Tages, verging das Wochenende wie im Flug. Danke Thom für die Organisation! 

Bereits eine Woche später startete das Uniturnier in den Hallen des ZSSW. An zwei Tagen kämpften 51 Teams um jeden Ball. Von der Nationalliga B bis hin zu den U20 Junioren war alles vertreten. Die Teams von Uni schnitten äusserst erfolgreich ab und liessen uns mit gutem Mute auf den Saisonstart blicken.  

Am 8.12.2019 wollten sich an der regionalen Nachwuchsqualifikation im Neufeld von den 23 angereisten Teams 12 davon für den ersten Schweizermeisterschaftstag qualifizieren und sich so vorweihnächtlich bescheren. Unseren beiden Juniorenteams (U20 und U18) gelang dies erfolgreich. Erfolgreich ging das Ganze für die Junioren auch am 1. SM-Tag weiter. Während die Spieler der U18 am 9. Februar in Jona sich im Kreuzvergleich für den 2. SM Tag qualifizierten, gewann die U20 in Malters ihre Gruppe und qualifizierte sich so ebenfalls. Der 2. SM-Tag konnte bedauerlicherweise auf Grund von Covid-19 nicht durchgeführt werden.  

Am 12.1.2020 stieg wohl der Puls bei der einen oder anderen Spielerin des Damen 1 (1.Liga) spürbar an. Sie konnten sich für den 1/8 Final im Schweizer Cup qualifizieren. Mit dem VBC Aadorf war der Spitzenreiter NLB der Ostgruppe in Bern zu Besuch. Vor toller Kulisse verlor das Damen 1 trotz Ballroller 0:3. ;) 

Nachdem das Herren 1 (1. Liga) ihre Gruppe gewann, ging es in der ersten Playoffrunde gegen den VBC Lausanne. Die beiden Spiele konnten von den Herren aus Bern gewonnen werden und so blieb die Chance auf den erhofften Aufstieg bestehen. Doch die 2. und somit finale Runde konnte leider nicht gespielt werden. Durch den Entscheid von Swiss Volley blieb unseren Herren den Aufstieg verwehrt.  

Die Vorfreude auf das Skiweekend war bei den fast 40 Angemeldeten gross, die Enttäuschung über die Absage noch grösser. Wir hoffen auf die mögliche Durchführung im nächsten Jahr.

Nun gibt es kurze Rückblicke aus den einzelnen Teams:  

Damen 1: Wir, das Damen 1, hatten am Anfang leichte Startschwierigkeiten und liessen ab und an etwas Punkte liegen. Wir arbeiteten in den Trainings aber hart und begannen mehr als Team zu denken und agieren, was sich bezahlt machte. Das CH-Cup-Sechszehntelsfinale gegen Servette Star Onex, das wir überraschend mit 3:0 gewannen, stellte einen Wendepunkt in unserer Saison dar. Es folgten viele Siege und die Aufholjagd in der Meisterschaft begann! Auch das Achtelfinale gegen den VBC Aadorf (Nationalliga B) war ein Highlight, wo wir vor voller Kulisse unser bestes Volleyball abrufen konnten. Mit ganz viel Teamwork haben wir die Saison als Drittplatzierte auf dem Treppchen abgeschlossen. 

Damen 2 (2. Liga): Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren mit direkten Aufstiegen durften wir uns in der Saison 19/20 in der 2. Liga messen. Wenn man die gesamte Saison kurz zusammenfassen will, könnte man einfach sagen: es war sehr eng! Die Liga zeigte sich als sehr ausgeglichen, vier unserer ersten fünf Spiele gingen über fünf Sätze. Die Spiele gingen durchschnittlich fast zwei Stunden und wir schafften es meist knapp zur (meistens) verdienten Pizza bei Radi nach unseren Heimspielen.In der Rückrunde wurde klar, dass die theoretische Möglichkeit bestand, dass vier Teams absteigen könnten! Das war eine echte Herausforderung in einer Liga, in der praktisch jeder gegen jeden gewinnen konnte (vielleicht ausgenommen von Muri und Oberdiessbach, die sich die gesamte Saison an der Tabellenspitze halten konnten). Am Ende war es dann wirklich super mega eng und wir landeten auf dem sicheren 6. Platz, sind aber nicht nur punktgleich mit dem hinter uns platzierten Aarberg, sondern schliessen sogar mit dem gleichen Satzverhältnis ab. Von über 3.000 gespielten Bällen machen am Ende 15 Punkte den Unterschied und sichern uns definitiv den Ligaerhalt.

Damen 3 (3. Liga): Unsere Saison gestaltete sich wie eine Achterbahn - Viele Ups, jedoch auch einige Downs. Wir zeigten einige hervorragende Spiele - sowie die zwei im Cup -, möchten andere dafür liebend gerne aus dem Gedächtnis streichen. Diese instabile Leistung schlägt sich am Ende in unserer Tabellensituation nieder. Wir schliessen die Saison auf dem 5. Platz ab - die goldene Mitte. Insgesamt können wir auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. 

Damen 4 (4. Liga): Unser Team hat gemeinsam eine spannende Saison mit vielen Höhen und Tiefen erlebt. Am Anfang der Saison mussten wir einige Enttäuschungen einstecken, da es trotz Dynamik und Spass auf dem Spielfeld nicht für einen Sieg gereicht hat. Allerdings ist es uns als Team gelungen, das Ruder in der Rückrunde umzukehren und wir haben so auf dem Spielfeld noch zusammen einige Erfolge feiern können. So hat uns die Saison gezeigt, dass wir eine starke Mannschaft sind, die gemeinsam am gleichen Strick zieht -  auf, aber auch neben dem Spielfeld. 

Damen 5 (5. Liga): Nur ganz kurz möchten wir vom Damen 5 euch berichten, dass wir froh sind, mussten wir diese Saison auf nichts verzichten: Grosse Siege, dumme Niederlagen, ein Spiel ohne Schiedsrichter, Trainings mit 6 Personen, Trainings mit 14 Personen, Spass auf und neben dem Feld, Zuversicht und Enttäuschung. Alles war dabei. Gereicht hat es aber leider nicht ganz auf Rang Zwei.In der neuen Saison werden wir weiter alles geben und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen. 

Herren 1 (1. Liga): Das Motto unserer Saison war „Aufstieg“. Für das Ziel, in die NLB aufzusteigen, waren wir bereit viel zu opfern. Egal ob 16 oder 36-jährig, wir kämpften füreinander. Anhand von unseren Resultaten konnte man die Motivation in unserer Mannschaft sehen. Mit 14 Siegen und 2 Niederlagen lagen wir am Ende der Meisterschaft auf dem ersten Platz der Tabelle. Auch in den Playoffs starteten wir mit spannenden Spielen und trotz den Bedingungen einigen Zuschauern. Wir bedanken uns herzlich bei allen Fans und beim VBC Uni Bern für die großartige Unterstützung während der ganzen Saison und hoffen auf ein Wiedersehen nächstes Jahr. 

Herren 2 (2. Liga): Wow, was für eine Saison. Dank einer überzeugenden Leistung schliessen wir in der 2. Liga, mit vier Punkten Vorsprung, verdient auf Platz 1 ab. Leider machte uns swissvol..., ehhh der Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung, weshalb wir auf den Aufstieg und das wohlverdiente Aufstiegsbierli verzichten mussten. Die Enttäuschung im Team sowie bei den Fans war gross. Am härtesten jedoch traf es unsere acht Kontrahenten im Rennen um Ruhm und Ehre in der 2. Liga. Denn die meisten von ihnen hatten den Erleichterungs-Prosecco schon kühl gestellt als es plötzlich hiess, sie müssten doch noch eine weitere Saison gegen die Boliden aus Bern antreten und die damit verbundenen Löcher in ihren heiligen Hallenböden in Kauf nehmen. Nur ein einziges Team ergriff, wie ein ängstliches Reh beim Anblick eines Bärens, die Flucht in die erste Liga, wo es vorerst sicher scheint. Vorerst!  Auch die Ballroller vom Cupfinal im April winkten uns bereits zu, doch leider wurde auch dieses Event gestrichen. Immerhin haben wir nächste Saison eine weitere Chance den legendären Kantonalcup für uns zu entscheiden.

Wir freuen uns jedenfalls schon heute, euch schon bald wieder im Neufeldner Hexenkessel begrüssen zu dürfen, wenn es wieder heisst: «As, As, Ananas» Bis dahin wünschen wir euch alles Gute und sagen: stay at home und hasta la vista baby. Much Löve - Dein H2

Herren 3 (4. Liga): Die Saison war lange ein einziges Auf und Ab, typisch Junioren eben. Als reines Juniorenteam zwischen 15 und 20 Jahren haben wir versucht der Routine der alten Garde durch jugendlichen Übermut eins auszuwischen. Das klappte mal besser mal schlechter. Teilweise verloren wir Sätze peinlich hoch, trotz vorigem Satzgewinn. Wir gewannen aber auch Spiele und brachten die “Alten Herren” mit unseren Sichtblöcken und der angriffigen Spielweise zur Weissglut.Obwohl es lange kein Thema war, kam zum Ende der Saison vom Trainer plötzlich die Devise “Aufstieg”. Wir müssten jedoch einen Zacken zulegen. Es wurde zum Schluss dann auch ziemlich eng, trotz Corona-Tohuwabohu können wir dennoch den Aufstieg in die 3. Liga vermelden. Scheint als wäre es doch mehr Auf als Ab gewesen.

Junioren U23: Die U23-Mannschaft hat sich in der vergangenen Saison stark verändert: Aus der erfahrenen und grossen Gruppe der Saison 2018/19 startete die Saison 2019/20 mit nur drei Spielern. Nach einiger Unentschlossenheit darüber, ob die Mannschaft beibehalten werden sollte oder nicht, entschied sich der Klub, ihr eine Chance zu geben... und es hat sich ausgezahlt. Die drei anfänglichen Spieler warteten geduldig, bis mehr kamen, und schliesslich wurde die Gruppe immer grösser und grösser, bis sie ihre maximale Kapazität von 14 Spielern pro Training erreicht hatte. Im Entwicklungsprozess zeigte die Mannschaft Stärke und Leidenschaft für den Volleyball und einen starken Willen als Team zu funktionieren. Trotz den ausbleibenden Siegen in der Meisterschaft wuchsen die Spieler in technischer, taktischer und emotionaler Hinsicht weiter und legten den Grundstein für eine hoffentlich erfolgreiche Saison 2020/21.

Junioren U20: Da es in der Region Bern zu wenige aktive U20 Teams gibt, wurde keine Saison gespielt. Der Fokus lag somit komplett auf den Schweizermeisterschaften. Damit ein vollwertiges U20 Team aufgestellt werden konnte, wurde das Team durch drei Spieler vom VBC Aarberg ergänzt. Der erste Tag der SM lief sehr gut und die Mannschaft qualifizierte sich durch zwei Siege erfolgreich für den zweiten Tag der SM. Leider konnte dieser aufgrund von Covid-19 nicht stattfinden.

Junioren U18: Interregio-Turnier wollten wir als Vorbereitung nutzen, konnten leider, wegen Verletzungen und Nati-Aufgebote nur selten komplett teilnehmen. 1.SM Tag war nicht super (fehlte uns etwas die Abstimmung), konnten uns dennoch für den zweiten Tag qualifizieren. In einer machbaren Gruppe peilten wir das zweite Final Four Turnier in folge an, leider wurde dann die Nachwuchs-SM kurz zuvor wegen Corona abgesagt. Kantonalcup schied man mit einer soliden Leistung gegen den Finalisten Oberdiessbach leider aus. Mit etwas mehr Glück und Abgeklärtheit wäre hier sicherlich noch mehr dringesessen. Individuell haben die Jungs jedoch die ganze Saison super gearbeitet und wieder grosse Fortschritte erzielt.

Junioren U16: Die Saison war unglaublich. Die Spieler haben Fähigkeiten entwickelt, die nicht nur im Volleyball wichtig sind, sondern auch im Leben. Sie haben alle sehr hart trainiert und die Trainings genossen. Obschon die Spiele teils schwierig waren, haben sie weiterhin hart an sich gearbeitet und die Spiele geniessen können. Ein Highlight - ohne Zweifel - war die Schweizer Meisterschaft. Die Schweizer Talente alle an einem Turnier vereint zu treffen und gegen sie zu spielen war für die Spieler von Uni Bern eine wertvolle Erfahrung. Für mich war es ein grosses Privileg mit den Jungs zu arbeiten und zu sehen, wie sie die Liebe fürs Volleyball in sich tragen. 

Kids Volley: Gestartet bin ich mit meinem Kids Knaben Team im Level 4. Weil wir dort am ersten und zweiten Turnier praktisch alle Spiele gewonnen haben, sind wir ins U-12 aufgestiegen. Dort landeten wir auch in den ersten Rängen. :) Zum Schluss spielten wir dann U-13 und konnten am Turnier in unserer Stärkeklasse den Sieg holen. Die Saison hat extrem viel Spass gemacht mit meinen Jungs: Mauro, Niilo, Jamie und Jaron sowie die U-13 Spieler Timo und Leon. Ich danke ihnen fürs Vertrauen und die vielen lustigen Momente, die wir gemeinsam in der Halle erleben durften.

Minivolley: Mit 9 gestartet und mit 19 Spielerinnen die Mini-Meisterschaft bestritten. Auch wenn immer wieder neue Spielerinnen und/oder Trainingsgäste dazugekommen sind, haben wir es geschafft, ein grosses Team zu werden. Wir haben viel gelernt, gelacht und geschwitzt. Die Saison war aber leider viel zu schnell vorbei und wir konnten die letzten Finalturniere nicht spielen. Wir freuen uns nun umso mehr auf die nächste Saison, um dann noch mehr gefordert und gefördert zu werden. UNI BÄRN – wöus eifach fägt!! Der VBC Uni Bern bedankt sich bei allen Spielerinnen und Spieler, Helferinnen und Helfer, Freiwilligen und Besucher für eine aussergewöhnliche Saison. 

Mir gse üs hoffentlech gli, Hopp Uni!