, Droguett Francisco

Damen 2: Sieg über Papiermühle

Ob wir die Spannung in Spiel Eins nach dem realisierten Aufstieg würde aufrechterhalten können? Das war eigentlich die Hauptfragen, die sich vor dem Spiel gegen Volley Papiermühle stellte. Wir traten mit nur einer Dia und drei gesundheitlich angeschlagenen Spielerinnen an. Erwartungsgemäss war Papiermühle bis in die Haarspitzen motiviert, startete furios und legte gleich 4:0 vor. Papiermühle spielte engagiert und konzentriert und realisierte einige sehenswerte Punkte. Bei 11:11 konnten wir dann das Score ausgleichen und bis zum 19:19 marschierten die Mannschaften dann mehr oder weniger im Gleichschritt, wobei uns in dieser Spielphase nicht immer das direkte Sideout gelang. Zur sog. Money-Time konnten wir dann aber wie gewohnt einen Zacken zulegen: Ab dem 17. Punkt von Papiermühle realisierten wir bis zum Satzende ein perfektes Sideout-Spiel und wir schlossen den Satz zum 25:21 ab.

Einen Wermutstropfen gab es im 1. Satz allerdings auch: Bei 21:19 verletzte sich unsere Diagonalspielerin und sie musste ausgewechselt werden. Wir vermochten diesen Verlust spielerisch und mental hervorragend wegzustecken, wie das Satzresultat zeigt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Papiermühle für den Kühlspray, das ist Fair Play vom Feinsten!

Dezimiert und mit einer Spielerin auf einer Fremdposition starteten wir in den zweiten Satz. Unsere Volleyballgeister schienen nun endgültig geweckt, unser Spielsystem, welches wir im ersten Satz nicht voll umzusetzen vermochten, lief wie nun geschmiert und uns gelang so ziemlich alles. Kurz und gut: Wir gewannen den Satz mit 25:6.

Im dritten Satz zeigten sich dann wieder die Qualitäten von Papiermühle: Sie liessen sich vom deutlichen Satzverlust im zweiten Durchgang nicht entmutigen, nahmen das Herz in die Hand und legten nochmals alles in die Waagschale. Wir unsererseits konnten die Spannung doch nicht ganz hochhalten und so entwickelte sich ein Spiel, das jedem Trainer an den Nerven zerrt: Fahrig und kaum mit direkten Sideouts, ein Satz eigentlich, den man in aller Regel verliert. Lagen wir bei 16:14 gerade noch in Führung, stellte Papiermühle kurz darauf auf 19:18 und lag bald schon mit 22:20 in Front. Hier konnten wir aber von unserer Erfahrung und von unserer mentalen Stärke, die wir die ganze Saison über aufbauen konnten, profitieren: Es braucht schon einen ziemlich starken Magen, um beim Stand von 20:22 druckvoll zu servieren und zu agieren. Wir konnten unsere Leistung abrufen, stellen auf 24:22, liessen Papiermühle zwar nochmals auf 24:24 herankommen, schlossen dann aber souverän zum 26:24 ab.

Aus diesem Spiel bleibt folgendes Fazit: Im ersten und dritten Satz agierte Papiermühle über weite Strecken sehr gut und zeigte schönes und engagiertes Volleyball. Wir konnten zwar die Spannung nicht ganz so hochhalten wie gewünscht, aber wir haben aus den Satzverlusten in Interlaken und Grosshöchstetten die richtigen Schlüsse gezogen, setzen unser Volleyball ziemlich konsequent um – und damit auch durch. Wir freuen uns auf die verbleibenden Spiele, als nächstes am Freitag, 02.03.18, in der Musmatt gegen Frutigen, was gleichzeitig auch unser letztes Heimspiel der Saison sein wird.