, Droguett Francisco

Sieg gegen starkes Bödeli

Wie die Zeit fliegt! Bereits zum letzten Mal reisten wir ins Oberland. Und trotz erschwerten Bedingungen – wir traten krankheitsgeschwächt, ohne Dia und mit bloss einer „Original“-Mitte an und irgendjemand hatte seine Linsen vergessen, aber wir verraten nicht wer – war das Ziel klar: Auch die letzten drei Punkte, die es dort oben zu holen gab, wollten wir nach Bern entführen. Wiederum konnten wir auf die Dienste von Fabienne zählen, welche unsere Dias würdig vertrat. Bödeli war schon in der Vorrunde eine harte Nuss gewesen und wir stellten uns auf ein herausforderndes Spiel ein.

Der Start in den ersten Satz gelang sehr gut, wir führten bald einmal 12:6 obwohl Bödeli stark verteidigte. Dann aber zeigte sich die Stärke der Interlakerinnen, die sie schon in der Vorrunde an den Tag gelegt hatten: Sie kämpften sehr solidarisch um jeden Ball, kamen Schritt für Schritt bis auf 16:17 an uns heran. Ein taktischer Wechsel verschaffte uns etwas Atem und gab neue Inputs, so dass wir den Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen konnten und den ersten Satz doch mit 25:18 ins Trockene brachten.

Bödeli hatte aber definitiv Lunte gerochen, startete sehr gut in den dritten Satz (3:0), spielte aufopfernd in der Verteidigung und die Angriffe schienen bei den Oberländerinnen nun auch zu klappen. Wir wiederum spielten mit etwas angezogener Handbremse, brachten nicht die gewohnten PS aufs Feld und es brauchte einen 16:21 bzw. 19:24 Rückstand ehe wir uns auf unsere Qualitäten besannen. Zwar kamen wir noch auf 24:24 ran, aber Bödeli holte sich den Satz mehr als verdient mit 26:24.

Die Reaktion auf den ersten Satzverlust in der Meisterschaft seit dem 20.10.17 (!) war dann aber doch sehr souverän: Wir starteten furios, führten 7:0 und später 20:10, zogen das Side-Out beinahe perfekt durch und schlossen den Satz mit 25:15 ab. Und auch der vierte Satz ist schnell erzählt: wiederum frühe Führung, gutes Side-Out-Spiel und klarer 25:16 Sieg. Insgesamt muss man aber auch sagen, dass Bödeli uns das Leben alles andere als leicht machte, auch in den Sätzen drei und vier kam es zu langen und teilweise spektakulären Ballwechseln! Eben Volleyball, wie wir es lieben, mit vom Boden gekratzen Bällen, überraschenden Momenten, vielen positiven Emotionen beriderseits und starkem Schiri.

Mit dem 3:1 Sieg haben wir nun alle Punkte aus dem Oberland gesammelt und – gerade nach der unglücklichen Niederlage im Cup – einen wichtigen Schritt Richtung Ziel gemacht.