, Droguett Francisco

Aus im Cup 1/4-Finale

Auf dieses Spiel hatten wir uns sehr gefreut! Als letztes verbleibendes 3.-Liga-Team waren wir in die ¼-Finals des Berner Kantonalcups vorgestossen und durften gegen Volero Aarberg antreten, einen der heissesten Anwärter auf den Aufstieg aus der 3. RL PRO in die 2. Liga.

Das Spiel gestaltete sich von Beginn weg ausgeglichen, wobei wir uns im ersten Satz bald einmal etwas absetzen konnten. Obwohl uns entgegen unserer Gewohnheit in keinem Satz ein überzeugendes Side-Out-Spiel gelang, konnten wir den ersten Satz einigermassen Souverän ins Trockene bringen (25:18).

Auch im zweiten Satz konnten wir unser Spiel aufziehen, bis dann zur Money-Time Aarberg zeigte, warum sie Gruppenleader in der 3. RL PRO sind. Eine hervorragende Service-Serie brachte Aarberg nicht nur heran, sondern verschaffte den Seeländerinnen einen 24:23 Vorsprung. Wir konnten allerdings den Kopf noch aus der Schlinge ziehen und den Satz 26:24 für uns verbuchen.

Der dritte Satz stand dann bis zum 15:15 auf Messers Schneide. Wie im gesamten Spiel wurden auch hier sehr viele lange und spektakuläre Ballwechsel gespielt. Gegen Ende bezahlten wir dann Lehrgeld und es wirkte sich aus, dass wir uns die ganze Saison über den höheren Rhythmus nicht gewohnt sind. Aarberg setzte sich schliesslich 25:20 durch.

Im vierten und fünften Satz wiederholte sich, was sich Ende dritten Satz schon abgezeichnet hatte. Die Aarbergerinnen hatten sich gut auf unsere Angriffe eingestellt und konnten die Erfahrung und den Rhythmus aus der höheren Liga ausspielen. Zwar kamen wir nach schlechtem Start im 5. Satz nochmals auf 7:8 heran, danach war aber der „Pfupf“ draussen, und wir fanden keine Kraft mehr, den Satz noch zu wenden.

Was bleibt ist selbstverständlich auch die Enttäuschung ganz nahe an der Sensation gewesen zu sein. Aber die Enttäuschung zeigt auch, dass wir viele Emotionen in unseren Lieblingssport und in diese wunderbare Mannschaft stecken, und das ist gut so. Aus Niederlangen lernt man bekanntlich mehr als aus Siegen: Entsprechend werden wir nun den Fokus auf die Meisterschaft und auf das Verbessern der Lücken legen. Natürlich wünschen wir dem sympathischen, kampf- und spielstarken Team aus Aarberg alles Gute, trotzdem würden wir uns freuen, wenn sie nicht aufsteigen würden und wir nächstes Jahr – so denn wir aufsteigen sollten – eine Chance auf eine Revanche kriegen. Und dann sonst in zwei Jahren ;-) 

 

Offene Fragen zum Schluss:

Warum wurde bei dieser Affiche (Cup ¼-Finale, potenzielle Aufsteigerinnen auf beiden Seiten) nicht ein entsprechend qualifizierter Schiedsrichter aufgeboten?

Warum wurde ein Schiedsrichter mit Wohn- und Arbeitsort Aarberg aufgeboten?

Warum revidierte der Schiedsrichter bei Touché-Entscheidungen gegen Aarberg seine Meinung mehrmals nach Intervention der Spielerinnen?

 

Und so sehen wir betroffen /

Den Vorhang zu und (einige) Fragen offen