, von Kauffungen Roderick

Herren 2: Vorrunde und 10 Trainererkenntnisse

1. Als Aufsteiger nach der Vorrunde den 5. Platz zu belegen, ist mehr als erwartet werden durfte. Dass es trotz des Ausfalls vieler wichtiger Spieler möglich war, umso mehr.

2. Die Moral des Teams ist vorbildlich. Die insgesamt 13 teils gravierenden Verletzungen und Krankheiten waren nur schwer zu verarbeiten. Dass sich das Team fast nie hängen liess, ist ein grosses Kompliment wert.

3. Die wichtigen Vier-Punkte-Spiele gegen die vier Teams, die wie wir um den Verbleib in der 1. Liga kämpfen, wurden allesamt gewonnen. Insofern war die Vorrunde mit einem zusätzlichen 5. Sieg vom Ergebnis nahezu perfekt.

4. Die Abstiegsgefahr ist noch nicht gebannt. Ein Nachlassen kann, darf und will sich das Team nicht leisten.

5. Dass mit einem Durchschnittsalter von 22 und der Tatsache, dass durchgehend in allen Spielen 3, meist 4 Junioren auf dem Feld standen, die Leistungsschwankungen gross sind, ist logisch. Dass trotzdem mehr Spiele gewonnen als verloren wurden, zeigt das Potenzial des Teams.

6. Die vielen Ausfälle reduzierten signifikant die Wechselmöglichkeiten. Zog einer der Führungsspieler einen schwachen Tag ein, brach auch die Teamleistung ein.

7. Ärgerlich ist der hohe Anteil an non-forced-errors bei einfachsten Bällen. Fehler bei Risikoaktionen sind normal, bei Sicherheitsspiel aber der Anfang des Untergangs.

8. Die oberen Teams der Tabelle, an erster Stelle das hervorragende Team von Papiermühle, gefolgt von den starken Teams von STB und Muristalden, sind zurzeit nicht erreichbar. Mit ihnen muss sich das Team rang- und resultatmässig nicht vergleichen, von ihnen kann das Herren 2 nur lernen.

9. Das Team strahlt eine gesunde Aggressivität aus. Ist sie auf sich selbst und das eigene Team fokussiert, kann sich das Team in eine Art Rausch spielen. Wird sie auf Gegner und Schiedsrichter ausgerichtet, schaufelt sich das Team selbst das Grab.

10. Die Spieler sind hungrig. Und das muss so bleiben. Denn nur so sind Verbesserungen möglich. Und deren gibt es viele, sehr viele. Die Arbeit wird noch lange nicht ausgehen, vorausgesetzt, dass Trainer und Spieler dafür alles geben. Tun wir es.