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Cup-Spektakel endet mit 0:3 Niederlage

Die Vorfreude auf das Cup-Achtelfinalspiel gegen den amtierenden Schweizer Meister war riesig, und so traf sich die NLB-Mannschaft von Uni Bern bereits früh in der Halle. Auch die Gäste aus Schönenwerd kamen zeitig an, sodass gemeinsam mit den regionalen U18-Junioren-Mannschaften, die zuvor ein Turnier im ZSSW absolviert hatten, noch ein „Meet-and-Greet“ stattfinden konnte. Der Anpfiff der Partie war auf 18:00 Uhr angesetzt, und die Halle füllte sich bis auf den letzten Platz. Die Nervosität und Spannung waren den Spielern deutlich anzumerken, doch die noch unerfahrene junge Uni Bern-Mannschaft liess sich nicht aus der Ruhe bringen.

Uni startete mit Lenny im Zuspiel, Noah und Jan als Aussenangreifern, Manu und Collin als Mittelangreifern, Velss als Diagonalangreifer und Levy als Libero. Auf der anderen Seite wollte Schönenwerd nichts riskieren und begann fast ausschliesslich mit ihrer „Top-Sechs“. Am Zuspiel war dies Reto Giger, als Aussenangreifer der ehemalige Berner Junior Cyril Kolb sowie der 2,05 Meter grosse Amerikaner Ryan Coenen, in der Mitte die Schweizer Nationalspieler Linus Birchler und Simon Maag, als Diagonalangreifer Mischa von Burg und als Libero Julian Fischer. Uni Bern startete stark ins Spiel und liess sich nicht beirren. Die Annahme funktionierte deutlich besser als noch am Vorabend gegen Genf, und mit dem eigenen Aufschlag konnte man den Annahmeriegel von Schönenwerd immer wieder vor grössere Probleme stellen. Doch die ruhigen und erfahrenen Spieler von Schönenwerd schafften es, auch bei schwierigen Annahmen den Ball gekonnt ans Netz zu spielen, wo sie durch ihre Grösse und Athletik oft deutlich im Vorteil waren. Bis zum Stand von 17:20 konnte Uni mit spektakulären Punkten mithalten, doch dann geriet die Mannschaft bei einer Serviceserie von Linus Birchler unter Druck und schaffte es im Läufer 1 nicht mehr, aus ihrer Rotation herauszukommen. Beide Teams starteten den zweiten Satz mit der gleichen Formation. Uni erwischte erneut einen guten Start und führte zu Beginn des Satzes sogar kurzzeitig. Die Führung war jedoch nur von kurzer Dauer, und beim Stand von 3:6 musste Uni bereits das erste Timeout nehmen. Die Chancen auf weitere Breakpunkte waren zwar vorhanden, doch man merkte den jungen Spielern an, dass ihnen in entscheidenden Momenten noch die Erfahrung für clevere Lösungen oder der „Killerinstinkt“ fehlte. Im weiteren Verlauf des Satzes nahm Uni einige Wechsel vor. In der Mitte kam Mats für Manu ins Spiel, und Nicolas stabilisierte zunächst die Annahme für Noah in den hinteren Rotationen, bevor er vorne durchspielte. Ebenfalls setzte Uni erneut auf den Doppelwechsel. Gegen Ende des Satzes durfte auch das Teamküken Gaudenz für Jan aufs Feld und überzeugte mit spektakulären Verteidigungsaktionen. Auch der Trainer von Schönenwerd wechselte gegen Ende des zweiten Satzes einige Stammspieler aus und brachte junge Talente ins Spiel. Der Satz ging dennoch deutlich mit 25:16 an Schönenwerd. Für den letzten Satz stellte Uni nochmals um. In der Mitte spielten nun Mike und Mats, und am Zuspiel übernahm Yannick. Auch Schönenwerd schickte eine veränderte Aufstellung aufs Feld, darunter junge Spieler wie Andrin Kolb (ehemals Uni Bern), Louis Hunziker und Lian Kennel, die allesamt einen soliden Job machten. Uni konnte die Annahme der Gäste erneut unter Druck setzen, doch die erfahrenen Spieler von Schönenwerd – allen voran Mischa von Burg (späterer MVP), Coenen, Maag und Birchler mit ihren Killblocks und gefährlichen Float-Services – waren einfach eine Klasse besser. Gegen Ende des Satzes kam Uni Bern nochmals gefährlich nahe, doch Schönenwerd brachte den Satz mit 25:20 souverän über die Ziellinie.

  • MVP Schönenwerd: Mischa von Burg
  • MVP Uni Bern: Velss Leitis

Fotos: Davide Nocelli, Tim Reis

Ein grossartiges Event ging zu Ende, und unter grossem Applaus verabschiedeten sich die Spieler von den Fans. Vielen Dank an alle, die an diesem Sonntagabend den Weg in die Halle gefunden und die Teams grossartig unterstützt haben.

Die NLB und der Vorstand bedankt sich bei den grosszügigen Matchballsponsoren:

  • Seaside Festival AG
  • Conny Balmer Physiotherapie
  • Reto Andreoli
  • Hugo Steimann und Gina Geiser