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Ende einer erfolgreichen Reise mit 40

Recke Benjamin 12.03.2018

Freitag, 09.03.2018  

VBC Bödeli Unterseen – Damen 3  0:3 (7:25; 24:26; 20:25)  

Wie es der Spielplan so wollte, begann unsere Reise bei Saisonbeginn gegen den VBC Bödeli und endete am 09.03. in Interlaken gegen das gleiche Team. Das gleiche Team? Gegenüber dem Hinspiel zeigte sich das Heimteam personell bedeutend verändert: Für einmal betraten mehr Spielerinnen auf Seiten unserer Gegnerinnen das Feld. Bei Bödeli ging es in diesem Spiel um einen dringend benötigten Sieg und das Vermeiden des Barrageplatzes im Vergleich zum TV Steffisburg. Wir mussten dementsprechend bei unserem eigenen Ziel, die 40 Punkte zu erreichen, auf viel Gegenwehr gefasst sein.  

Top auf- und eingestellt betraten wir vor zahlreichen Zuschauern das Feld und machten bereits mit Spielbeginn deutlich, warum wir mit Abstand den Aufstieg geschafft haben. Mit viel Druck im Service, sehr solidem Side-Out, stabilem Spielaufbau und schönen Angriffen dominierten wir das Spielgeschehen. Die beiden Time-Outs der Gegnerinnen (bei 2:6 und 6:19) konnten uns jeweils nicht aus der Bahn werfen. Der Satz endete nach 17 Minuten 25:7 verdient für uns. Durch die kurzen Ballwechsel und langen Service-Serien wollte jedoch bei uns kein richtiger Spielrhythmus aufkommen.  

Genau dieser fehlende Rhythmus brachte uns im zweiten Satz von Beginn an ins Hintertreffen. Bödeli zeigte wiederum, dass sie spielerisch eher in die Top 3 der Liga und nicht in den Abstiegskampf gehörten. Das inzwischen stark aufspielende Heimteam nahm uns Punkt um Punkt ab, während wir nur über das solide Aufbauspiel punkten konnten. Unsere Service und das Side-Out-Spiel existierten bis Satzmitte fast gar nicht. Bödeli blockte stark, verteidigte aufopfernd und zeigte, dass man alles gegen den Abstieg unternehmen wolle. Sie fanden ihren Spielrhythmus - wir nicht. Mit zwei Wechseln und unserem ersten Time-Out bei 14:19 gegen uns sollte sich allmählich das Spielgeschehen ändern. Die zahlreichen Fans peitschten jedoch ihr Team so an, dass wir uns bis zum Time-Out von Bödeli bei 18:22 nicht wirklich herankämpfen konnten. Uns kam jedoch zugute, dass die beidseitigen Wechselspielchen und die Time-Outs den Spielfluss beim Heimteam unterbrachen und wir somit wieder ins Spiel finden konnten – wenn auch wenig überzeugend. Beim 20:23 nahmen wir unser letztes Time-Out und wechselten im Anschluss gewollt chaotisch durch. Es standen nun auf unserer Seite 5 Angreiferinnen und eine Libera. Fränzi wurde kurzerhand als Mittelblockerin zur Mittelpasseuse während alle anderen Angreiferinnen ihren gewohnten Aufgaben nachgehen sollten. Es zahlte sich aus: Durch diese unkonventionelle Spielweise verkürzten wir auf 22:23 und die Gegnerinnen schienen verwirrt. Ein Eigenfehler bescherte Bödeli zwei Satzbälle. Mit dem letzten verfügbaren Wechsel wurde Annina wieder als Passeuse eingewechselt und wir fanden gegenüber unseren Gegnerinnen sofort wieder unsere Struktur und unsere vermissten Stärken wieder. Wir wehrten den ersten Satzball ab. Fränzi maschierte anschliessend unbeeindruckt vom Spielstand zum Service. Beim Heimteam kam das eigene Spiel nun komplett zum Erliegen: Kein Rhythmus, kein starker Block und keine aussergewöhnlichen Rettungsaktionen mehr. Ein gegnerisches Time-Out beim 23:24 konnte uns nicht mehr von unserem Weg abbringen. Wir drehten den Satz nach zeitweise sechs Punkten Rückstand auf 26:24 für uns. Ein emotionaler Satz ging zu Ende.  

Über die positiven Emotionen aus dem Satz zuvor kamen wir spielerisch schnell in den dritten Satz. Bei leicht veränderter Aufstellung konnten wir uns schnell ein Punktepolster erarbeiten und gaben diesen auch nicht mehr ab. Mit 25:20 gewannen wir diesen Satz gegen einen immer noch stark kämpfenden Gegner souverän.  

Es endet somit nach 14 Spielen eine emotionale und unvergessliche Saison mit 40 Punkten aus 14 Spielen und einer Satzquote von 6.83. Die Reise begann zu Saisonbeginn in Bern mit einem 3:0 gegen Bödeli und endete in Interlaken mit einem 3:0 gegen Bödeli. In der Kabine stiessen wir mit Moscato und den wohl einzigen Zuschauern für uns (die Eltern des Trainers) auf unsere Leistungen der vergangenen Saison an.  

Hopp Uni  

Autor: Benjamin Recke  

Für das Damen 3: Annina, Natalie, Janika, Michèle, Pascale, Séverine, Franziska, Melanie, Letizia, Meisam