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Herren 2: Er rennt und wischt

Bierbauchboys 29.11.2019

Der Kantonalcup aka. 'Road to Ballroller-Cup' ging dieses Jahr gegen Volero Aarberg in die nächste Runde. Der Underdog aus der 3. Liga, der einen fabelhaften Start in die Saison erleben durfte (6 Spiele, 18 Punkte), forderte unser Team in Aarberg heraus. Wir, mit dem tollen Sieg vom Samstag über Münchenbuchsee im Hinterkopf, reisten bei abendlicher Dunkelheit übers Lande in Richtung Aarberg. Ein Auto kam ans Limit - das Gleiche können wir von uns im ersten Satz nicht behaupten.

Das Spiel fand mal wieder in einer kleinen Halle statt. Leider keine Tribüne. Nur zwei Bänke dienten unseren drei Fans und dem einen Aarberger Fan als Sitzplatz (Achtung, das wird später noch wichtig!). Wir sind es von unseren Auswärtsspielen gewohnt. So gab es auch beim heutigen Einschlagen kein klares Ziel. Schade. Dafür durften heute alle angereisten Spieler vor dem Spiel Böller, auf die Seite der Aarberger feuern. Nur der Libero nicht, der sass nämlich in der Kälte des Stade de Suisse und musste die Niederlage von YB gegen Porto betrachten. Manchen gelang das Einschlagen besser, manchen noch besser.

Das Spiel begann. Ohne grosse Schwierigkeiten setzten wir uns rasch von den Aarbergern ab. Wir waren eigentlich noch nicht im Spiel angekommen und schon durften wir die Seite wechseln (25:16). Ähnlich erging es uns auch im zweiten Satz. Während der Assistenzcoach und der Physio auf der Spielerbank bereits Bier tranken, wurde auch der nächste Satz locker beendet (25:14). Manche fragten sich, ob die Schere zwischen der 3. und der 2. Liga wirklich so gross ist. Sie war beängstigend gross. Zumindest in den ersten beiden Durchgängen. Würden wir jedem von unseren mitgereisten Fans einen Satz schenken, so müsste nur noch der Letzte beschert werden. Aber da gibt es ja noch diesen einen Fan des Heimteams. Sie ahnen böses. Richtig so. Im dritten Satz nahm die Servicestärke der Aarberger etwas zu. Wir vermissten unseren YB-Fan, der gerade eine YB-Bratwurst schletzte, denn die Abstimmung in der Annahme war in diesem dritten Satz desolat. Und dies lag überhaupt nicht nur an den Mitten, die heute auch hinten spielen durften. Luc, unser Passeur, machte es in diesem Satz wie Viktor Röthlin zu seinen besten Zeiten - er rannte schnell. Doch es brachte nichts. Wir verloren diesen Satz zu 17! Waren unsere Ballroller, die im grande Finale in Bern auf uns warten in Gefahr? Wir taten was wir in solchen Situation immer tun - wir spielten wieder. Das Niveau im 4. Satz war auf unserer Seite alles andere als super. Das Heimteam hatte sich langsam aber sicher an unser Tempo gewohnt und deshalb gestaltete sich dieser Satz zum ersten Mal spannend. In einem ausgeglichenen Satz beschenkten wir unseren letzten Fan mit 25:22. Zum Glück hatten die Aarberger nicht mehr Zuschauer dabei. Man kann sich nur denken, wie es sonst ausgegangen wäre.
Eine Runde weiter - wir waren zufrieden, nicht mehr, nicht weniger. So auch der Coach. Ende gut - Bier gab es auch.
Bereits am Samstag geht es gegen Vopap weiter. Dass wir auch dort mit wohlriechenden Shirts spielen dürfen, ist alleine unserem aufopfernden Vorzeigestudent zu verdanken. Props an Luc!
Tschausen, dein H2.

Volero Aarberg vs. Herren 2 (16:25, 14:25, 25:17, 22:25)