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Damen 2: Mission Titelverteidigung 2.0

Droguett Francisco 16.09.2019

Vor ziemlich genau einem Jahr konnten wir zum Heimturnier an dieser Stelle vermelden: Mission Titelverteidigung geglückt! Ob der Sieg auch heuer gelingen würde? Immerhin war nach Trainingsweekend, Trainings und Trainingsspiel der Turniertag der fünfte Volleyballtag innert Wochenfrist und damit Höhepunkt und Herausforderung zugleich. Und weil wir zum dritten Mal in Folge in einer neuen Liga starten, ist das Uni-Bern-Turnier schon auch ein erster Gradmesser, ob wir niveaumäßig auf Kurs sind.

Natürlich waren wir sehr auf den Vergleich mit Satus Köniz gespannt, einem arrivierten 2.-Liga-Team aus unserer Region (in den letzten beiden Saisons jeweils auf dem 4. Schlussrang klassiert). Satus trat mit schmalem Kader (insbesondere fehlten mit Nina Lischke und Domenika Sanapo zwei Teamsützen), aber umso motivierter an. Im ersten Satz bezahlten wir noch einiges an Lehrgeld und mussten uns 22:25 geschlagen geben, ehe wir immer mehr zu unserem Spiel fanden, den zweiten mit 25:21 und den Entscheidungssatz mit 17:15 - es sollte nicht der letzte knappe Satz bleiben - für uns entscheiden könnten.

Im zweiten Spiel durften wir gegen das kampf- und verteidigungsstarke Team aus Visp antreten. Taktisch gelang uns hierbei aber ziemlich rasch der Zugriff auf Spiel und Gegner und wir entschieden Satz Eins entsprechend mit 25:12 zu unseren Gunsten. Dass uns in der 2. Liga nichts mehr geschenkt werden würde, zeigte dann der zweite Satz. Aufopferungsvoll kämpfend hielten die Visperinnen den zweiten Satz zu Beginn offen, wir wurden fehlerhafter und sahen uns plötzlich mit einem 10:16-Rückstand konfrontiert. Punkt für Punkt kamen wir aber heran, glichen zum 20:20 aus, nur um gleich wieder mit 20:22 in Rückstand zu geraten. Hier machte sich dann die Erfahrung der letzten Jahre und die emotionale Stabilität unseres Teams bemerkbar: Wir konnten den Satz in der Verlängerung 26:24 für uns entscheiden.

Das letzte Spiel war dann zugleich auch ein Finalspiel: Wir trafen auf das ebenfalls ungeschlagene Volleya Obwalden. Dieser Verein genießt weit über die Innerschweiz hinaus einen vorzüglichen Ruf als Ausbildungsverein. Entsprechend jung, talentiert, kraftvoll und technisch versiert präsentierten sich unsere Gegnerinnen. Das von Matthias Biesiada gecoachte Team war hervorragend eingestellt und organisiert und es entwickelte sich ein enges und spannendes Spiel. Die Satzresultate sprechen dabei für sich: 28:26, 26:28 und 17:15 lautete das Verdikt. Mit diesem Sieg war denn auch klar: Mission Titelverteigigung 2.0 geglückt.

An diesem heißen Samstag wurde uns nix geschenkt, wir mussten um jeden Punkt kämpfen - so macht Volleyball mächtig Spaß! Genau deshalb freuen wir uns auf die neue Liga! Die Team-DNA ist dieselbe geblieben: Lange Ballwechsel entscheiden wir zu unseren Gunsten, wir sind fähig, auch größere Rückstände aufzuholen, und enge Kisten entscheiden wir meist für uns. Auch wenn die Spiele am Turnier mehrere Baustellen nochmals deutlich aufgezeigt haben, können wir doch mit viel Freude und Zuversicht in die neue Saison starten. Und so lässt sich dieser Bericht beende wie der letztjährige (oder nur beinahe...): 2. Liga, wir kommen!