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Damen 3: Auftritt auf der «grossen» Bühne als Vorprogramm der NLA

Recke Benjamin 04.03.2019

Samstag 02.03.2019

Damen 3 vs. VBC Münchenbuchsee     1:3 (25:22, 15:25, 18:25, 17:25)

Unsere Gegnerinnen staunten nicht schlecht als sie unsere Halle im ZSSW betraten. Doch auch wir waren überrascht als wir feststellten, dass wir auf dem NLA-Feld quer über die Dreifachturnhalle spielen sollten, wo alles schon für das anstehende NLA-Spiel am Abend bereitstand (bis auf die Ballroller, die uns fehlten, was dazu führte, dass wir im Verlauf des Spiels einigen Bällen hinterherlaufen mussten). Die grosse Halle mit den professionell wirkenden Sponsorenplakate spornte uns zusätzlich an, alles daran zusetzten an die Leistung des letzten Meisterschaftsspiels gegen den VBC Marzili anzuknüpfen und das Spiel gegen den in der Tabelle direkt vor uns platzierten VBC Münchenbuchsee zu gewinnen.

Vor dem Spiel war der Siegeswille unseres Teams deutlich spürbar und die Ambitionen waren gross, vor allem nachdem wir das Hinspiel im ersten Meisterschaftsspiel der Saison mit einem 3:2 für uns entscheiden konnten. Wir wollten genauso befreit auftreten wie damals und Münchenbuchsee mit unserem starken Doppelblock und mit viel Druck im Service das Leben schwer machen. Doch der Start gelang uns nicht optimal und wir hinkten schnell einem Rückstand von 2-3 Punkten hinterher. Beim Stand von 15:19 war dann unser Coach gezwungen sein erstes Time-Out zu nehmen. Es zeigte Wirkung und wir konnten mit druckvollem Service und gelungenen Angriffen vier Punkte in Folge für uns gewinnen. Postwendend waren die Gegner gezwungen ein Time-Out zu nehmen, was deutlich weniger erfolgreich war als unseres. Wir konnten unser Spiel weiterziehen, feierten die Punkte ausgiebig und bauten den Vorsprung weiter aus. Da nütze auch das zweite Time-Out von Münchenbuchsee beim Stand von 21:23 nichts mehr. Wir konnten den ersten Satz nach einem starken Finish mit 25:22 für uns entscheiden.

Wir wussten, dass Münchenbuchsee zusetzten kann und im Verlauf des Spiels stärker werden könnte. Dies geschah dann zu Beginn des zweiten Satzes auch. Münchenbuchsee setzte uns zunehmend mit einem starken Service und mit schönen Angriffen über die Mitte unter Druck. Wir unsererseits schwächelten zusehends in der Annahme und konnten uns oft im Angriff nicht durchsetzen. Immer wieder vermochte Münchenbuchsee unsere Angriffe zu verteidigen, so dass unsere Leichtigkeit des letzten Spiels und des ersten Satzes rasch verflog und einer starken Anspannung wich. Münchenbuchsee erarbeitete sich schnell einen komfortablen Vorsprung, den sie zwischenzeitlich auf 9 Punkte ausbauen konnten. Das ganze Team agierte unsicher und Fehler waren so vorprogrammiert. Servicefehler, das Unvermögen auf gegnerische Finten zu reagieren und unsere harmlosen Angriffe erschwerten uns das Zurückkämpfen im zweiten Satz. Auch einige Wechsel konnten nichts mehr daran ändern, dass der Satz klar mit 15:25 an Münchenbuchsee ging.

Im dritten Satz starteten wir mit der gleichen Aufstellung wie im ersten Satz. Doch leider gelang es uns nicht, wieder mehr Lockerheit ins Spiel zu bringen. Wir konnten zwar bis in der Mitte des Satzes mithalten und das Spiel ausgeglichen gestalten. Dann konnte jedoch unsere Gegnerrinnen dank einer starken Serviceserie und Annahmeschwierigkeiten unsererseits mit 6 Punkten davonziehen. Unsere anschliessend folgende Aufholjagd reichte nicht mehr. In der entscheidenden Phase machte Münchenbuchsee die wichtigen Punkte, die zum Satzgewinn von 18:25 führten.

Leider agierten wir auch im 4. Satz von Anfang an unsicher und vom grossen Siegeswillen war nicht mehr viel spürbar. Die Emotionen auf dem Spielfeld zeigen sich nur noch in Form von Frust und Hoffnungslosigkeit. Der Kampfgeist war nicht mehr vorhanden und so kam es dazu, dass wir auch in diesem Satz von Anfang an in Rückstand gerieten. Nach einigen Wechsel, schien auch unserem Coach die Ideen auszugehen, wie wir das Spiel noch drehen könnten. Beim Stand von 6:14 Griff er zu einem überraschenden Wechsel, welcher kurzzeitig einen Input brachte. Die Wirkung hielt jedoch nicht lange und so mussten wir uns schlussendlich mit 17:25 geschlagen geben.

Wir haben eine grosse Chance vergeben. Münchenbuchsee war an diesem Tag schlagbar, doch wir vermochten nicht unsere Leistung abzurufen und an unserem Matchplan zu halten. Die Niederlage schmerzt, doch wir haben nächste Woche die Möglichkeit auf einen versöhnlichen Saisonabschluss und werden alles daran setzen eine gute Leistung gegen den VBC Lyss zu zeigen.

Hopp Uni!!

Für das Damen 3: Tina, Sina, Leti, Misch, Fränzi, Michelle, Pascale, Melä, Sevä, Lucia

Autorin: Letzia Strimer