> Zurück

Damen 2: Sieg gegen hartnäckige Burgdorferinnen

Droguett Francisco 04.03.2019

Nach der Vorrunde lag der VBC Burgdorf punktelos am Tabellenende und obwohl der Abstieg als Letztplatzierte schon länger feststeht, zeigen die Burgdorferinnen in der Rückrunde eine beeindruckende Moral, konnten den VBC Riggisberg schlagen und gegen den VBC Spiez (4. Rang, 2:3-Niederlage) und gegen Volleyball Papiermühle (3. Rang, 3:2-Sieg!) zwei Achtungserfolge erzielen. Es würde also mit Sicherheit auch gegen das Tabellenschlusslicht kein Spaziergang werden, was insgesamt für den Charakter der Emmentalerinnen und für die Ausgeglichenheit der Liga spricht.

Mit Julia Grossenbacher stellt der VBC Burgdorf eine der vermutlich dynamischsten Mitten und mit der nationalligaerfahrenen Mariana Roca die größte Spielerin der Liga (sieben Angriffs- und sechs Blockpunkte gelangen ihr gegen uns). Entsprechend hatten wir im ersten Satz noch etwas Mühe mit dem Stellen des Blocks und Burgdorf kam ein ums andere Mal sehenswert über die Mitte zum Erfolg. Da wir uns im Vergleich zu den letzten Spielen organisatorisch verbessert zeigten, gelang es uns trotzdem, das erste Drittel des Satzes ausgeglichen zu gestalten. Zusammen mit dem insgesamt zwingenderen Service half uns das, Burgdorf nach und nach punktemäßig zu distanzieren, dann davonzuziehen und den Satz schließlich mit 25:17 zu gewinnen.

Die schnelle 4:0-Führung im zweiten Satz hätte eigentlich auf einen Durchmarsch hindeuten können, Burgdorf bäumte sich aber auf, glich aus und hatte hier bestimmt die beste Phase des Spiels. Wir mühten uns derweil mit den diffusen Lichtverhältnissen und mit seltsamen Eigenfehlern ab. Und mit nur 44% war unsere Side-Out-Quote erschreckend tief. Die Emmentalerinnen führten dann bald 11:7 bevor wir endlich unsere Negativspirale stoppen und den Rückstand wenigstens stabilisieren konnten. 15:20 zurückliegend fassten wir uns dann ein Herz, spielten konsequent unser Spiel, der Block wurde zusehends stabiler und erfolgreicher – und mit der Sicherheit, solche Situationen erfolgreich gestalten zu können, gelang uns tatsächlich die Wende auf ziemlich dominante Art und Weise: Wir ließen gerade noch einen gegnerischen Punkt zu und sicherten uns den zweiten Satz 25:21.

Zu Beginn des dritten Satzes gelang es Burgdorf, noch etwas mehr Druck im Service aufzubauen, so dass wir prompt 2:6 in Rücklage gerieten. Danach gelang uns über elf (!) Rotationen das direkte Side-Out (über den ganzen Satz lag nun die Quote bei sehr guten 80%) und auch weil wir im Angriff nun zulegten, konnten wir bei 13:13 ausgleichen, wenig später lagen wir 20:16 in Front. In dieser Phase gelang uns der vermutlich spektakulärste Angriff des Spiels: In Extremis spielte unsere Passeuse mutig einen sehr schnellen Otto-Ball, den unsere Mitte krachend im Feld der Gegnerinnen versenkte. Burgdorf aber, und das spricht definitiv für dieses Team, steckte nicht auf, ließ den Kampfgeist nochmals aufblitzen, beherzt warfen sie sich in die Bälle und konnte sogar zum 22:22 ausgleichen. Abgeklärt brachten wir den Satz dann aber doch noch 25:22 nachhause, endlich mal wieder zu null gespielt! Trotz des Resultats verdient Burgdorf großen Respekt für die Leistung in einer emotional bestimmt nicht ganz einfach Situation!

Nun folgt am kommenden Samstag bereits das letzte Spiel dieser Meisterschaft. Auswärts treffen wir auf den VBC Schwarzenburg. Das Resultat des Hinspiels (3:0) spiegelt die Leistung von Schwarzenburg nicht ganz wider: Mit 25:20, 26:24 (inkl. abgewehrtem Satzball), 25:23 war es doch eine engere Kiste. Wir freuen uns auf das Spiel im Gantrischgebiet, auf die Herausforderung auswärts gegen ein starkes Team anzutreten.