> Zurück

Damen 2: Zuhause ungeschlagen

Droguett Francisco 10.02.2019

Nach den Spielen gegen Volley Papiermühle und den VBC Spiez sollte es das dritte sog. 6-Punkte-Spiel infolge werden und die Vorzeichen standen auf Spannung: Mit dem VBC Langenthal empfingen wir nicht nur unseren hartnäckigsten Verfolger, sondern auch das einzige Team, das uns in der laufenden Saison geschlagen hatte. Die Performance, die Langenthal – gespickt mit ganz viel Volley-Erfahrung aus den Nationalligen – in der Vorrunde gezeigt hatte, war schon beeindruckend gewesen, trotzdem hatten wir bei der 1:3-Niederlage mit dem 25:16-Satzgewinn angetönt, dass etwas drin liegen könnte. Entsprechend heiß waren wir auf das Spiel.

Genug Vorgeplänkel, auf ins Getümmel: Es gelang uns von Beginn weg, die Anspannung und Vorfreude in positive Energie umzusetzen, wir führten bald mit 8:2 und konnten aus einer sehr soliden Leistung in der Defense immer wieder spektakulär Punkten. Herauszustreichen gilt es insbesondere die hohe Side-Out-Quote von 90%: Gerade mal einen zusätzlichen Punkt gewährten wir den Langenthalerinnen bei ihrem Service. Entsprechend deutlich gewannen wir den Startsatz mit 25:11.

Den Schwung aus dem ersten Satz konnten wir gleich mitnehmen, druckvoll stellten wir direkt auf 7:1. Danach folgte die beste Phase der Oberaargauerinnen, auf einmal funktionierte auch ihr Side-Out und sie schlichen sich beinahe unmerklich auf 10:13 heran. Eine heikle Situation, die wir gegen den VBC Spiez schon mal erlebt hatten und die uns damals prompt den bisher einzigen Satzverlust der Rückrunde beschert hatte. Diesmal wollten wir uns aber die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen, wir legten wieder zu, wurden zwingender in unseren Aktionen, ließen gerade noch zwei Punkte zu und brachten den Satz 25:12 nachhause.

Gespannt erwarteten wir eine Reaktion auf Langenthaler Seite, so würden sie sich doch kaum vom Feld fegen lassen wollen. Aber falls da noch irgendwo ein Fünkchen Hoffnung aufseiten des VBC Langenthals gewesen sein sollte, wir löschten es mit einem fulminanten Start zum 9:2. In diesem Spiel zogen wir von A bis Z durch, was sich auch in den Zahlen widerspiegelt: 32:12 Angriffspunkte, 15:0 Service-Winner, 2:0 Asse, übers ganze Spiel eine Side-Out-Quote von 73%. Den dritten Umgang gewannen wir 25:15, das Spiel entsprechend 3:0, und da es wegen eines etwas seltsamen Spielplans bereits unser letztes Heimspiel war, können wir stolz vermelden: 2018/2019 zuhause ungeschlagen!

Natürlich könnte man jetzt anführen, dass mit Sarah Spichiger Langenthal eine wichtige Spielerin gefehlt hatte. Das soll aber die Art und Weise unseres Auftritts nicht schmälern: Einerseits konnten wir die richtigen taktischen Schlüsse aus der Auswärtsniederlage ziehen und diese sehr gut umsetzen. Andererseits ließen wir Langenthal nie ins Spiel kommen, wir konnten sehr dominant auftreten und zogen dies konsequent durch.

Trotz des klaren Sieges gibt es noch Baustellen, an denen wir arbeiten müssen und arbeiten werden. Auch wird es eine Herausforderung sein, die Spannung nun aufrechtzuerhalten (auch wenn es eine Situation ist, die wir aus der letzten Saison schon kennen und auch schon gemeistert haben). Als nächstes folgen zwei schwierige Auswärtspartien: Am 16.02.19 gegen Riggisberg. Der Traditionsverein vom Längenberg ist überraschend mitten im Abstiegsstrudel und wird natürlich um jeden möglichen Punkt fighten. Dann folgt am 21.02.19 das Spiel gegen den VBC Brienz-Meiringen, in der Vorrunde noch das Team mit der besten Heimbilanz. Auch wenn sie ihre (Ge)Heimwaffe verloren zu haben scheinen (zuletzt setzte es zwei Heimniederlagen ab), dürfte auch dies ein heißes und enges Spiel werden.