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Damen 2: Sieg gegen starke Spiezerinnen

Droguett Francisco 28.01.2019

Mit dem VBC Spiez besuchte uns die Mannschaft, welche in der Vorrunde das attraktivste Volleyball gegen uns gezeigt hatte. Eine Mannschaft, die eben nicht nur die gewohnten Tugenden des Oberlands – widerständig, kampfstark, solidarisch – mitbringt, sondern mit Kombinationen immer wieder spielerische Glanzpunkte zu setzen vermag. Auch deshalb freuten wir uns sehr auf das Spiel.

Wir erwischten – wie bisher in jedem Match der Rückrunde – einen guten Start, die Maschinerie schien ziemlich schnell auf Touren zu kommen, die Zahnräder ineinander zu greifen, alsbald führten wir mit 10:4 und alles schien seinen reibungslosen Gang zu nehmen. Ein bisschen nachlassen, eine Unachtsamkeit da, etwas weniger Konsequenz dort und es stand plötzlich 11:13! Halb so schlimm, dachten wir, glichen wieder aus und eigentlich bringen wir Sätze, in denen wir gegen Ende 20:18 führen sicher nach Hause. Denkste! Spiez war jetzt geweckt, jedenfalls wacher als wir und zack: Der Satz war mit 22:25 weg.

Der Satzverlust war nun auch ein Weckruf für uns, wir starteten konzentriert in den zweiten, erreichten wieder das gewohnt solide Niveau im Side-Out-Spiel, wobei die Eigenfehlerquote eigentümlich hoch blieb. Spiez wehrte sich nach Kräften, konnte einen 7-Punkte-Rückstand Mitte Satz auf drei reduzieren, aber insgesamt war unser Spiel, obwohl der Block noch nicht wie gewünscht funktionierte, zu zwingend, so dass wir mit einem klaren 25:16 den Satzausgleich schafften.

Natürlich wollte sich Spiez so noch nicht geschlagen geben. Die Oberländerinnen starteten ausgezeichnet in den dritten Satz, brachten über die ersten sechs Rotationen ein perfektes Side-Out-Spiel auf den Platz – gegen unsere Servicespielerinnen ein gar nicht so einfaches Unterfangen –, welches von ihrer großen Qualität zeugt. Wir humpelten stets etwas hinterher, zwischenzeitlich stand es 5:10, bevor eine gute Side-Out-Phase den Boden bereitete, um sich Punkt für Punkt heranzupirschen und schliesslich zum 17:17 auszugleichen. Nun zeigte sich, dass wir doch mehrere Spielerinnen haben, die eine unglaubliche Wucht in den Service legen können. Zusammen mit der nun immer besser werdenden Block- und Defensearbeit gelang es uns, Spiez zu distanzieren, um dann mit solidem Side-Out den dritten Satz 25:20 ins Trockene zu bringen.

Wiederum eine andere Servicespielerin stellte mit einem 5:0 gleich zu Beginn des vierten Satzes die Weichen in die richtige Richtung. Nun stimmten alle Bereiche in unserem Spiel: Rece und Gegenangriff, Block und Defense, alles zwingend, konsequent, solidarisch und teilweise sogar spektakulär. Selbst die Eigenfehlerquote – in den ersten beiden Sätzen nahe bei hohen 50% – konnte übers ganze Spiel gesehen auf unter 40% gedrückt werden. Und so vermochten wir das zweite sog. Sechs-Punkte-Spiel in Folge gegen einen direkten Gegner um die Ligaspitze zu gewinnen, am Schluss stand es 25:10 bzw. 3:1 in Sätzen.

Großer Respekt gebührt Spiez, welches uns im ersten Satz ziemlich kalt erwischte und uns über weite Strecken des Spiels hart forderte. Eine sehr sympathische Mannschaft, der wir für den weiteren Saisonverlauf nur das Beste wünschen!