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Herren 1: Eine Niederlage, und trotzdem NLB Meister

Sommer Janick 23.03.2017

Vor dem Spiel gegen den VBC züri unterland Spiel am letzten Samstag präsentierte sich das Herren 1 ungeschlagen mit 19 Siegen aus 19 Meisterschaftsspielen. Deshalb gab es für die Berner schon drei Runden vor Schluss die Möglichkeit, den Meistertitel der NLB und somit den Aufstieg in die NLA zu holen. Der Event lockte viele Zuschauer an. Die Pokalübergabe und das Publikum legten dem Team zusätzlich Druck auf. Die Berner haben sich bisher auch unter Druck immer stark gezeigt und auch schon Siege in extremis geholt wie die beiden Spiele gegen Laufenburg gezeigt hatten.

Die Zürcher legten von beginn weg ein starkes Tempo vor und überzeugten vor allem auf den Aussen- und Diagonalpositionen. Dabei ist die gute Arbeit von Fabian Perler zu erwähnen, welcher Diagonalspieler Felix Ernesto Navarro Alderete sowie Manuel Gahr und Raphael Licka gut eingesetzt hat. Die Berner ihrerseits können stets lange mithalten, einige Löcher und Ungereimtheiten im Sideout nach der Satzmitte lassen die Chancen der Berner auf einen Satzgewinn in Satz eins und zwei jedoch nicht zu. Die ersten Sätze gehen jeweils mit 25:23 an die Gäste.

Im dritten Satz können die Berner reagieren. Dank einer starken Serviceleistung und einer sehr disziplinierten Blockarbeit hat züri unterland im dritten Durchgang keine Chance. Der Satz endet mit 25:9. Nun hätte man hoffen können, dass die Berner befreit aufspielen könnten. Es sollte jedoch nicht sein. Das Herren 1 verliert in der Satzmitte des vierten Satzes den Anschluss. Mittelblocker, Diagnoalspieler und Aussenangreifer bleiben gleich mehrmals am starken Block der Zürcher hängen. Gerade Remo Spahr, welcher eingewechselt wird, setzt sich stark in Szene und macht zusammen mit Diagonalangreifer Navarro Alderete jede Chance der Berner zunichte. Der vierte Durchgang endet mit 25:20 und so gewinnen die Zürcher das Spiel mit 3:1.

Ist der VBC Uni Bern nun Meister oder nicht? Die Berner verspielten an diesem Abend die Chance, die Meisterschaft eigenhändig zu entscheiden. So musste nach Colombier geschielt werden: Dort traf am selben Abend der Verfolger der Berner, Voléro Zürich auf Colombier. Da die Zürcher mit 3:0 unterlegen waren, kürten sich die Berner trotzdem zum Meister der NLB.

Dass Swiss Volley Präsidentin Nora Willi den Bernern den Pokal übergeben konnte, lag an der bis dahin sehr starken Saisonleistung des Teams rund um Trainer Marco Bonaria und einer Niederlage der Verfolger. Wir danken allen Zuschauern, Unterstützern sowie dem Gegner, welcher uns auch unserer Schwächen bewusst gemacht. VBC züri unterland hat stark gespielt und sich den Sieg verdient.

Spieltelegramm:

VBC Uni Bern – VBC züri unterland 1:3 (23:25, 23:25, 25:9, 20:25)

Darryl Shank (20 Punkte), Jan Wenger (13), Janick Sommer (12), Christian Willi (10), Selim El Heni (9), Jonas Kissling (7), Nicolas Lutz, Yannick Rey, Stefan Imhof (Libero), Lorenz Rordorf, Didier Ryter, Timon Hallauer, Philippe Andrey und Benjamin Aeschimann sind ebenfalls anwesend